
Neue Gedenkstele erinnert an die Opfer des Flugzeugabsturzes von 1962
Gedenkstele zum Flugzeugabsturz von 1962
Über 60 Jahre nach dem tragischen Flugzeugabsturz am Birgter Feldweg wurde am 7. Juli 2026 eine neue Gedenkstele eingeweiht. Mehr als 130 Besucherinnen und Besucher waren der Einladung des Projektteams gefolgt, um gemeinsam der beiden Menschen zu gedenken, die am 7. Juli 1962 bei dem Unglück ihr Leben verloren: der 37-jährigen Helene Kamil, geborene Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz, und des 39-jährigen Piloten Hans Tinnefeld aus Wesel.
Die Einweihung war zugleich der Abschluss eines besonderen Projektes zur Bewahrung eines historischen Erinnerungsortes. Im Rahmen des Projektes „Sanierung von Gedenkorten“ hatte der Arbeitskreis Ortsgeschichte festgestellt, dass das am Absturzort errichtete Holzkreuz durch die Jahrzehnte stark verwittert und seine Substanz erheblich geschädigt war. Damit stellte sich die Frage, wie dieser stille Ort des Gedenkens dauerhaft erhalten werden konnte.
Aus dieser Überlegung entstand das Projektteam „Gedenkstätte im Birgter Feld“, an dem sich die Heimatvereine Riesenbeck, Saerbeck, Hörstel und die Nachbarschaften beteiligten. Gemeinsam wurde die Entscheidung getroffen, das von Wolfgang Book 2008 erstellte nicht mehr erhaltensfähige Holzkreuz durch eine dauerhafte und pflegeleichte Gedenkstele zu ersetzen.
Für die neue Stele fanden zwei ehemalige Granit-Grabrandsteine eine neue Verwendung. Aus den bereits vorhandenen Materialien entstand ein schlichter, würdevoller und zugleich witterungsbeständiger Erinnerungsort. Damit wurde nicht nur ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt, sondern auch die langfristige Erhaltung der Gedenkstätte gesichert.
Eine besondere Bedeutung erhielt die Einweihung durch die Anwesenheit von Herzog Borwin zu Mecklenburg, einem Neffen der verstorbenen Helene Kamil. Seine Teilnahme verlieh der Gedenkfeier eine besondere persönliche und historische Dimension. Mehr als sechs Jahrzehnte nach dem Unglück wurde damit eine Verbindung zwischen der Geschichte der Familie, dem damaligen Geschehen und der heutigen Erinnerung sichtbar.
Die große Zahl der Besucherinnen und Besucher zeigte eindrucksvoll, dass die Erinnerung an die Ereignisse vom 7. Juli 1962 bis heute lebendig geblieben ist. Die neue Gedenkstele steht nun am Ort des damaligen Geschehens und erinnert dauerhaft an Helene Kamil und Hans Tinnefeld. Sie ist zugleich ein Zeichen dafür, dass historische Orte bewahrt werden können, wenn Menschen Verantwortung für ihre Geschichte übernehmen. Das gemeinsame Engagement der Heimatvereine und des Projektteams hat dazu beigetragen, diesen besonderen Erinnerungsort für die kommenden Generationen zu erhalten.
Fotos: Archiv AK Ortsgeschichte
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